Buch · Die Verwandlung
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Autor: Franz Kafka
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Eigentlich hätte er ja mit diesen überschüssigen Geldern die
Schuld des Vaters gegenüber dem Chef weiter abgetragen haben
können, und jener Tag, an dem er diesen Posten hätte loswerden
können, wäre weit näher gewesen, aber jetzt war es zweifellos
besser so, wie es der Vater eingerichtet hatte.
Nun genügte dieses Geld aber ganz und gar nicht, um die Familie
etwa von den Zinsen leben zu lassen; es genügte vielleicht, um
die Familie ein, höchstens zwei Jahre zu erhalten, mehr war es
nicht. Es war also bloß eine Summe, die man eigentlich nicht
angreifen durfte, und die für den Notfall zurückgelegt werden
mußte; das Geld zum Leben aber mußte man verdienen. Nun war aber
der Vater ein zwar gesunder, aber alter Mann, der schon fünf
Jahre nichts gearbeitet hatte und sich jedenfalls nicht viel
zutrauen durfte; er hatte in diesen fünf Jahren, welche die
ersten Ferien seines mühevollen und doch erfolglosen Lebens
waren, viel Fett angesetzt und war dadurch recht schwerfällig
geworden. Und die alte Mutter sollte nun vielleicht Geld
verdienen, die an Asthma litt, der eine Wanderung durch die
Wohnung schon Anstrengung verursachte, und die jeden zweiten Tag
in Atembeschwerden auf dem Sofa beim offenen Fenster verbrachte?
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