Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Mein Herr Magister Lobesan, Laß Er mich mit dem Gesetz in
Frieden! Und das sag ich Ihm kurz und gut. Wenn nicht das süße
junge Blut Heut Nacht in meinen Armen ruht, So sind wir um
Mitternacht geschieden.
MEPHISTOPHELES. Bedenkt, was gehn und stehen mag! Ich brauche
wenigstens vierzehn Tag, Nur die Gelegenheit auszuspüren.
FAUST. Hätt ich nur sieben Stunden Ruh, Brauchte den Teufel nicht
dazu So ein Geschöpfchen zu verführen.
MEPHISTOPHELES. Ihr sprecht schon fast wie ein Franzos; Doch bitt
ich, laßt's Euch nicht verdrießen. Was hilft's, nur grade zu
genießen? Die Freud ist lange nicht so groß, Als wenn Ihr erst
herauf, herum Durch allerlei Brimborium, Das Püppchen geknetet
und zugericht't Wie's lehret manche welsche Geschicht.
FAUST. Hab Appetit auch ohne das.
MEPHISTOPHELES. Jetzt ohne Schimpf und ohne Spaß. Ich sag Euch,
mit dem schönen Kind Geht's ein für allemal nicht geschwind. Mit
Sturm ist da nichts einzunehmen; Wir müssen uns zur List
bequemen.
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