Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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DER HERR. Du darfst auch da nur frei erscheinen; Ich habe
deinesgleichen nie gehaßt. Von allen Geistern, die verneinen, ist
mir der Schalk am wenigsten zur Last. Des Menschen Tätigkeit kann
allzu leicht erschlaffen, er liebt sich bald die unbedingte Ruh;
Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu, Der reizt und wirkt und
muß als Teufel schaffen. Doch ihr, die echten Göttersöhne,
Erfreut euch der lebendig reichen Schöne! Das Werdende, das ewig
wirkt und lebt, Umfass euch mit der Liebe holden Schranken, Und
was in schwankender Erscheinung schwebt, Befestigt mit dauernden
Gedanken! (Der Himmel schließt, die Erzengel verteilen sich.)
MEPHISTOPHELES (allein). Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern,
Und hüte mich, mit ihm zu brechen. Es ist gar hübsch von einem
großen Herrn, So menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.
FAUST: Der Tragödie erster Teil
Nacht
In einem hochgewölbten, engen gotischen Zimmer Faust, unruhig auf
seinem Sessel am Pulte.
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