Buch · Die Verwandlung
Seite 6 von 151
Autor: Franz Kafka
Zeit0:00
Tempo (WPM)0.0
Genauigkeit100.0%
Start drücken und den Text exakt schreiben. · Rucktaste deaktiviert — auch bei Fehlern weitertippen.
Nun, die Hoffnung ist noch nicht gänzlich aufgegeben, habe ich
einmal das Geld beisammen, um die Schuld der Eltern an ihn
abzuzahlen -- es dürfte noch fünf bis sechs Jahre dauern --,
mache ich die Sache unbedingt. Dann wird der große Schnitt
gemacht. Vorläufig allerdings muß ich aufstehen, denn mein Zug
fährt um fünf."
Und er sah zur Weckuhr hinüber, die auf dem Kasten tickte.
"Himmlischer Vater!" dachte er, Es war halb sieben Uhr, und die
Zeiger gingen ruhig vorwärts, es war sogar halb vorüber, es
näherte sich schon dreiviertel. Sollte der Wecker nicht geläutet
haben? Man sah vom Bett aus, daß er auf vier Uhr richtig
eingestellt war; gewiß hatte er auch geläutet. Ja, aber war es
möglich, dieses möbelerschütternde Läuten ruhig zu verschlafen?
Nun, ruhig hatte er ja nicht geschlafen, aber wahrscheinlich
desto fester. Was aber sollte er jetzt tun? Der nächste Zug ging
um sieben Uhr; um den einzuholen, hätte er sich unsinnig beeilen
müssen, und die Kollektion war noch nicht eingepackt, und er
selbst fühlte sich durchaus nicht besonders frisch und beweglich.
Und selbst wenn er den Zug einholte, ein Donnerwetter des Chefs
war nicht zu vermeiden, denn der Geschäftsdiener hatte beim
Fünfuhrzug gewartet und die Meldung von seiner Versäumnis längst
erstattet.
Start drücken und den Text exakt schreiben.
Nicht gestartet