Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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MEPHISTOPHELES. Ist's nicht ein Mann, sei's derweil ein Galan. 's
ist eine der größten Himmelsgaben, So ein lieb Ding im Arm zu
haben.
MARGARETE. Das ist des Landes nicht der Brauch.
MEPHISTOPHELES. Brauch oder nicht! Es gibt sich auch.
MARTHE. Erzählt mir doch!
MEPHISTOPHELES. Ich stand an seinem Sterbebette, Es war was
besser als von Mist, Von halbgefaultem Stroh; allein er starb als
Christ Und fand, daß er weit mehr noch auf der Zeche hätte.
"Wie", rief er, "muß ich mich von Grund aus hassen, So mein
Gewerb, mein Weib so zu verlassen! Ach, die Erinnrung tötet mich
Vergäb sie mir nur noch in diesem Leben!"
MARTHE (weinend). Der gute Mann! ich hab ihm längst vergeben.
MEPHISTOPHELES. "Allein, weiß Gott! sie war mehr schuld als ich."
MARTHE. Das lügt er! Was! am Rand des Grabs zu lügen!
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