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Autor: Johann Wolfgang von Goethe

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MEPHISTOPHELES. Das will Euch nicht behagen; Ihr habt das Recht,
gesittet pfui zu sagen. Man darf das nicht vor keuschen Ohren
nennen, Was keusche Herzen nicht entbehren können. Und kurz und
gut, ich gönn Ihm das Vergnügen, Gelegentlich sich etwas
vorzulügen; Doch lange hält Er das nicht aus. Du bist schon
wieder abgetrieben Und, währt es länger, aufgerieben In Tollheit
oder Angst und Graus. Genug damit! Dein Liebchen sitzt dadrinne,
Und alles wird ihr eng und trüb. Du kommst ihr gar nicht aus dem
Sinne, Sie hat dich übermächtig lieb. Erst kam deine Liebeswut
übergeflossen, Wie vom geschmolznen Schnee ein Bächlein
übersteigt; Du hast sie ihr ins Herz gegossen, Nun ist dein
Bächlein wieder seicht. Mich dünkt, anstatt in Wäldern zu
thronen, Ließ' es dem großen Herren gut, Das arme affenjunge Blut
Für seine Liebe zu belohnen. Die Zeit wird ihr erbärmlich lang;
Sie steht am Fenster, sieht die Wolken ziehn Über die alte
Stadtmauer hin.

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