Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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MEPHISTOPHELES. Wie's wieder siedet, wieder glüht! Geh ein und
tröste sie, du Tor! Wo so ein Köpfchen keinen Ausgang sieht,
Stellt er sich gleich das Ende vor. Es lebe, wer sich tapfer
hält! Du bist doch sonst so ziemlich eingeteufelt. Nichts
Abgeschmackters find ich auf der Welt Als einen Teufel, der
verzweifelt.
Gretchens Stube
Gretchen (am Spinnrad, allein).
GRETCHEN. Meine Ruh ist hin, Mein Herz ist schwer; Ich finde sie
nimmer und nimmermehr.
Wo ich ihn nicht hab, Ist mir das Grab, Die ganze Welt Ist mir
vergällt.
Mein armer Kopf Ist mir verrückt, Meiner armer Sinn Ist mir
zerstückt.
Meine Ruh ist hin, Mein Herz ist schwer, Ich finde sie nimmer und
nimmermehr.
Nach ihm nur schau ich Zum Fenster hinaus, Nach ihm nur geh ich
Aus dem Haus.
Sein hoher Gang, Sein edle Gestalt, Seines Mundes Lächeln, Seiner
Augen Gewalt,
Und seiner Rede Zauberfluß, Sein Händedruck, Und ach! sein Kuß!
Meine Ruh ist hin, Mein Herz ist schwer, Ich finde sie nimmer und
nimmermehr.
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