Book · Die Verwandlung
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Author: Franz Kafka
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Erst in der Abenddämmerung erwachte Gregor aus seinem schweren
ohnmachtähnlichen Schlaf. Er wäre gewiß nicht viel später auch
ohne Störung erwacht, denn er fühlte sich genügend ausgeruht und
ausgeschlafen, doch schien es ihm, als hätte ihn ein flüchtiger
Schritt und ein vorsichtiges Schließen der zum Vorzimmer
führenden Tür geweckt. Der Schein der elektrischen Straßenbahn
lag bleich hier und da auf der Zimmerdecke und auf den höheren
Teilen der Möbel, aber unten bei Gregor war es finster. Langsam
schob er sich, noch ungeschickt mit seinen Fühlern tastend, die
er jetzt erst schätzen lernte, zur Türe hin, um nachzusehen, was
dort geschehen war. Seine linke Seite schien eine einzige lange,
unangenehm spannende Narbe, und er mußte auf seinen zwei
Beinreihen regelrecht hinken. Ein Beinchen war übrigens im Laufe
der vormittägigen Vorfälle schwer verletzt worden -- es war fast
ein Wunder, daß nur eines verletzt worden war -- und schleppte
leblos nach.
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