Book · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Author: Johann Wolfgang von Goethe
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MARTHE. Erzählt mir seines Lebens Schluß!
MEPHISTOPHELES. Er liegt in Padua begraben Beim heiligen Antonius
An einer wohlgeweihten Stätte Zum ewig kühlen Ruhebette.
MARTHE. Habt Ihr sonst nichts an mich zu bringen?
MEPHISTOPHELES. Ja, eine Bitte, groß und schwer. Laß Sie doch ja
für ihn dreihundert Messen singen! Im übrigen sind meine Taschen
leer.
MARTHE. Was! nicht ein Schaustück? kein Geschmeid? Was jeder
Handwerksbursch im Grund des Säckels spart, Zum Angedenken
aufbewahrt, Und lieber hungert, lieber bettelt!
MEPHISTOPHELES. Madam, es tut mir herzlich leid; Allein er hat
sein Geld wahrhaftig nicht verzettelt. Auch er bereute seine
Fehler sehr, Ja, und bejammerte sein Unglück noch viel mehr.
MARGARETE. Ach! daß die Menschen so unglücklich sind! Gewiß, ich
will für ihn manch Requiem noch beten.
MEPHISTOPHELES. Ihr wäret wert, gleich in die Eh zu treten. Ihr
seid ein liebenswürdig Kind.
MARGARETE. Ach nein, das geht jetzt noch nicht an.
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