Book · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Author: Johann Wolfgang von Goethe
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MEPHISTOPHELES. Da du, o Herr, dich einmal wieder nahst Und
fragst, wie alles sich bei uns befinde, Und du mich sonst
gewöhnlich gerne sahst, So siehst du mich auch unter dem Gesinde.
Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, Und wenn mich auch der
ganze Kreis verhöhnt; Mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen,
Hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt. Von Sonn' und Welten
weiß ich nichts zu sagen, Ich sehe nur, wie sich die Menschen
plagen. Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem
Schlag, Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag. Ein wenig
besser würd er leben, Hättst du ihm nicht den Schein des
Himmelslichts gegeben; Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur tierischer als jedes Tier zu sein. Er scheint mir, mit
Verlaub von euer Gnaden, Wie eine der langbeinigen Zikaden, Die
immer fliegt und fliegend springt Und gleich im Gras ihr altes
Liedchen singt; Und läg er nur noch immer in dem Grase! In jeden
Quark begräbt er seine Nase.
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