Book · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Author: Johann Wolfgang von Goethe
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MEPHISTOPHELES. Schön! Ihr schimpft, und ich muß lachen. Der
Gott, der Bub' und Mädchen schuf, Erkannte gleich den edelsten
Beruf, Auch selbst Gelegenheit zu machen. Nur fort, es ist ein
großer Jammer! Ihr sollt in Eures Liebchens Kammer, Nicht etwa in
den Tod.
FAUST. Was ist die Himmelsfreud in ihren Armen? Laß mich an ihrer
Brust erwarmen! Fühl ich nicht immer ihre Not? Bin ich der
Flüchtling nicht? der Unbehauste? Der Unmensch ohne Zweck und
Ruh, Der wie ein Wassersturz von Fels zu Felsen brauste, Begierig
wütend nach dem Abgrund zu? Und seitwärts sie, mit kindlich
dumpfen Sinnen, Im Hüttchen auf dem kleinen Alpenfeld, Und all
ihr häusliches Beginnen Umfangen in der kleinen Welt. Und ich,
der Gottverhaßte, Hatte nicht genug, Daß ich die Felsen faßte Und
sie zu Trümmern schlug! Sie, ihren Frieden mußt ich untergraben!
Du, Hölle, mußtest dieses Opfer haben. Hilf, Teufel, mir die Zeit
der Angst verkürzen. Was muß geschehn, mag's gleich geschehn! Mag
ihr Geschick auf mich zusammenstürzen Und sie mit mir zugrunde
gehn!
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