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Author: Johann Wolfgang von Goethe

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Soll ich mit dir das Zimmer teilen, Pudel, so laß das Heulen, So
laß das Bellen! Solch einen störenden Gesellen Mag ich nicht in
der Nähe leiden. Einer von uns beiden Muß die Zelle meiden.
Ungern heb ich das Gastrecht auf, Die Tür ist offen, hast freien
Lauf. Aber was muß ich sehen! Kann das natürlich geschehen? Ist
es Schatten? ist's Wirklichkeit? Wie wird mein Pudel lang und
breit! Er hebt sich mit Gewalt, Das ist nicht eines Hundes
Gestalt! Welch ein Gespenst bracht ich ins Haus! Schon sieht er
wie ein Nilpferd aus, Mit feurigen Augen, schrecklichem Gebiß.
Oh! du bist mir gewiß! Für solche halbe Höllenbrut Ist Salomonis
Schlüssel gut. GEISTER (auf dem Gange). Drinnen gefangen ist
einer! Bleibet haußen, folg ihm keiner! Wie im Eisen der Fuchs,
Zagt ein alter Höllenluchs. Aber gebt acht! Schwebet hin,
schwebet wider, Auf und nieder, Und er hat sich losgemacht. Könnt
ihr ihm nützen, Laßt ihn nicht sitzen! Denn er tat uns allen
Schon viel zu Gefallen.

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