Libro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Du hörest ja, von Freud' ist nicht die Rede. Dem Taumel
weih ich mich, dem schmerzlichsten Genuß, Verliebtem Haß,
erquickendem Verdruß. Mein Busen, der vom Wissensdrang geheilt
ist, Soll keinen Schmerzen künftig sich verschließen, Und was der
ganzen Menschheit zugeteilt ist, Will ich in meinem innern Selbst
genießen, Mit meinem Geist das Höchst' und Tiefste greifen, Ihr
Wohl und Weh auf meinen Busen häufen, Und so mein eigen Selbst zu
ihrem Selbst erweitern, Und, wie sie selbst, am End auch ich
zerscheitern.
MEPHISTOPHELES. O glaube mir, der manche tausend Jahre An dieser
harten Speise kaut Daß von der Wiege bis zur Bahre Kein Mensch
den alten Sauerteig verdaut! Glaub unsereinem, dieses Ganze Ist
nur für einen Gott gemacht! Er findet sich in einem ew'gen Glanze
Uns hat er in die Finsternis gebracht, Und euch taugt einzig Tag
und Nacht.
FAUST. Allein ich will!
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