Livre · Die Verwandlung
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Auteur: Franz Kafka
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Mit diesem Laufen und Lärmen erschreckte sie Gregor täglich
zweimal; die ganze Zeit über zitterte er unter dem Kanapee und
wußte doch sehr gut, daß sie ihn gewiß gerne damit verschont
hätte, wenn es ihr nur möglich gewesen wäre, sich in einem
Zimmer, in dem sich Gregor befand, bei geschlossenem Fenster
aufzuhalten.
Einmal, es war wohl schon ein Monat seit Gregors Verwandlung
vergangen, und es war doch schon für die Schwester kein
besonderer Grund mehr, über Gregors Aussehen in Erstaunen zu
geraten, kam sie ein wenig früher als sonst und traf Gregor noch
an, wie er, unbeweglich und so recht zum Erschrecken aufgestellt,
aus dem Fenster schaute. Es wäre für Gregor nicht unerwartet
gewesen, wenn sie nicht eingetreten wäre, da er sie durch seine
Stellung verhinderte, sofort das Fenster zu öffnen, aber sie trat
nicht nur nicht ein, sie fuhr sogar zurück und schloß die Tür;
ein Fremder hätte geradezu denken können, Gregor habe ihr
aufgelauert und habe sie beißen wollen. Gregor versteckte sich
natürlich sofort unter dem Kanapee, aber er mußte bis zum Mittag
warten, ehe die Schwester wiederkam, und sie schien viel
unruhiger als sonst.
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