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Autore: Johann Wolfgang von Goethe

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Die Kirche hat einen guten Magen, Hat ganze Länder aufgefressen
Und doch noch nie sich übergessen; Die Kirch allein, meine lieben
Frauen, Kann ungerechtes Gut verdauen."
FAUST. Das ist ein allgemeiner Brauch, Ein Jud und König kann es
auch.
MEPHISTOPHELES. Strich drauf ein Spange, Kett und Ring', Als
wären's eben Pfifferling', Dankt' nicht weniger und nicht mehr,
Als ob's ein Korb voll Nüsse wär, Versprach ihnen allen
himmlischen Lohn- Und sie waren sehr erbaut davon.
FAUST. Und Gretchen?
MEPHISTOPHELES. Sitzt nun unruhvoll, Weiß weder, was sie will
noch soll, Denkt ans Geschmeide Tag und Nacht, Noch mehr an den,
der's ihr gebracht.
FAUST. Des Liebchens Kummer tut mir leid. Schaff du ihr gleich
ein neu Geschmeid! Am ersten war ja so nicht viel.
MEPHISTOPHELES. O ja, dem Herrn ist alles Kinderspiel!
FAUST. Und mach, und richt's nach meinem Sinn, Häng dich an ihre
Nachbarin! Sei, Teufel, doch nur nicht wie Brei, Und schaff einen
neuen Schmuck herbei!

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