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Tastiera

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Autore: Johann Wolfgang von Goethe

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Ist es nicht Staub, was diese hohe Wand Aus hundert Fächern mit
verenget? Der Trödel, der mit tausendfachem Tand In dieser
Mottenwelt mich dränget? Hier soll ich finden, was mir fehlt?
Soll ich vielleicht in tausend Büchern lesen, Daß überall die
Menschen sich gequält, Daß hie und da ein Glücklicher gewesen?-
Was grinsest du mir, hohler Schädel, her? Als daß dein Hirn, wie
meines, einst verwirret Den leichten Tag gesucht und in der
Dämmrung schwer, Mit Lust nach Wahrheit, jämmerlich geirret. Ihr
Instrumente freilich spottet mein, Mit Rad und Kämmen, Walz und
Bügel. Ich stand am Tor, ihr solltet Schlüssel sein; Zwar euer
Bart ist kraus, doch hebt ihr nicht die Riegel. Geheimnisvoll am
lichten Tag Läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, Und was
sie deinem Geist nicht offenbaren mag, Das zwingst du ihr nicht
ab mit Hebeln und mit Schrauben. Du alt Geräte, das ich nicht
gebraucht, Du stehst nur hier, weil dich mein Vater brauchte.

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