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Autore: Johann Wolfgang von Goethe

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MEPHISTOPHELES. Blut ist ein ganz besondrer Saft.
FAUST. Nur keine Furcht, daß ich dies Bündnis breche! Das Streben
meiner ganzen Kraft Ist grade das, was ich verspreche. Ich habe
mich zu hoch gebläht, In deinen Rang gehör ich nur. Der große
Geist hat mich verschmäht, Vor mir verschließt sich die Natur Des
Denkens Faden ist zerrissen Mir ekelt lange vor allem Wissen. Laß
in den Tiefen der Sinnlichkeit Uns glühende Leidenschaften
stillen! In undurchdrungnen Zauberhüllen Sei jedes Wunder gleich
bereit! Stürzen wir uns in das Rauschen der Zeit, Ins Rollen der
Begebenheit! Da mag denn Schmerz und Genuß, Gelingen und Verdruß
Miteinander wechseln, wie es kann; Nur rastlos betätigt sich der
Mann.
MEPHISTOPHELES. Euch ist kein Maß und Ziel gesetzt. Beliebt's
Euch, überall zu naschen, Im Fliehen etwas zu erhaschen, Bekomm
Euch wohl, was Euch ergetzt. Nur greift mir zu und seid nicht
blöde!

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