Boek · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Auteur: Johann Wolfgang von Goethe
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SIEBEL. Wenn das Gewölbe widerschallt, Fühlt man erst recht des
Basses Grundgewalt.
FROSCH. So recht, hinaus mit dem, der etwas übel nimmt! A! tara
lara da!
ALTMAYER. A! tara lara da!
FROSCH. Die Kehlen sind gestimmt. (Singt.) Das liebe Heil'ge
Röm'sche Reich, Wie hält's nur noch zusammen?
BRANDER. Ein garstig Lied! Pfui! ein politisch Lied! Ein leidig
Lied! Dankt Gott mit jedem Morgen, Daß ihr nicht braucht fürs
Röm'sche Reich zu sorgen! Ich halt es wenigstens für reichlichen
Gewinn, Daß ich nicht Kaiser oder Kanzler bin. Doch muß auch uns
ein Oberhaupt nicht fehlen; Wir wollen einen Papst erwählen. Ihr
wißt, welch eine Qualität Den Ausschlag gibt, den Mann erhöht.
FROSCH (singt). Schwing dich auf, Frau Nachtigall, Grüß mir mein
Liebchen zehentausendmal.
SIEBEL. Dem Liebchen keinen Gruß! ich will davon nichts hören!
FROSCH. Dem Liebchen Gruß und Kuß! du wirst mir's nicht
verwehren!
(Singt.) Riegel auf! in stiller Nacht. Riegel auf! der Liebste
wacht. Riegel zu! des Morgens früh.
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