Boek · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Auteur: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Es sagen's allerorten Alle Herzen unter dem himmlischen
Tage, Jedes in seiner Sprache; Warum nicht ich in der meinen?
MARGARETE. Wenn man's so hört, möcht's leidlich scheinen, Steht
aber doch immer schief darum; Denn du hast kein Christentum.
FAUST. Liebs Kind!
MARGARETE. Es tut mir lange schon weh, Daß ich dich in der
Gesellschaft seh.
FAUST. Wieso?
MARGARETE. Der Mensch, den du da bei dir hast, Ist mir in tiefer
innrer Seele verhaßt; Es hat mir in meinem Leben So nichts einen
Stich ins Herz gegeben Als des Menschen widrig Gesicht.
FAUST. Liebe Puppe, fürcht ihn nicht!
MARGARETE. Seine Gegenwart bewegt mir das Blut. Ich bin sonst
allen Menschen gut; Aber wie ich mich sehne, dich zu schauen, Hab
ich vor dem Menschen ein heimlich Grauen, Und halt ihn für einen
Schelm dazu! Gott verzeih mir's, wenn ich ihm unrecht tu!
FAUST. Es muß auch solche Käuze geben.
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