Livro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Mißhör mich nicht, du holdes Angesicht! Wer darf ihn
nennen? Und wer bekennen. "Ich glaub ihn!"? Wer empfinden, Und
sich unterwinden Zu sagen: "Ich glaub ihn nicht!"? Der
Allumfasser, Der Allerhalter, Faßt und erhält er nicht Dich,
mich, sich selbst? Wölbt sich der Himmel nicht da droben? Liegt
die Erde nicht hier unten fest? Und steigen freundlich blickend
Ewige Sterne nicht herauf? Schau ich nicht Aug in Auge dir, Und
drängt nicht alles Nach Haupt und Herzen dir, Und webt in ewigem
Geheimnis Unsichtbar sichtbar neben dir? Erfüll davon dein Herz,
so groß es ist, Und wenn du ganz in dem Gefühle selig bist, Nenn
es dann, wie du willst, Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott Ich habe
keinen Namen Dafür! Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch,
Umnebelnd Himmelsglut.
MARGARETE. Das ist alles recht schön und gut; Ungefähr sagt das
der Pfarrer auch, Nur mit ein bißchen andern Worten.
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