Livro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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Ein schöner Traum, indessen sie entweicht. Ach! zu des Geistes
Flügeln wird so leicht Kein körperlicher Flügel sich gesellen.
Doch ist es jedem eingeboren Daß sein Gefühl hinauf und vorwärts
dringt, Wenn über uns, im blauen Raum verloren, Ihr schmetternd
Lied die Lerche singt; Wenn über schroffen Fichtenhöhen Der Adler
ausgebreitet schwebt, Und über Flächen, über Seen Der Kranich
nach der Heimat strebt.
WAGNER. Ich hatte selbst oft grillenhafte Stunden, Doch solchen
Trieb hab ich noch nie empfunden. Man sieht sich leicht an Wald
und Feldern satt; Des Vogels Fittich werd ich nie beneiden. Wie
anders tragen uns die Geistesfreuden Von Buch zu Buch, von Blatt
zu Blatt! Da werden Winternächte hold und schön Ein selig Leben
wärmet alle Glieder, Und ach! entrollst du gar ein würdig
Pergamen, So steigt der ganze Himmel zu dir nieder.
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