Livro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Ich fühl's, vergebens hab ich alle Schätze Des
Menschengeists auf mich herbeigerafft, Und wenn ich mich am Ende
niedersetze, Quillt innerlich doch keine neue Kraft; Ich bin
nicht um ein Haar breit höher, Bin dem Unendlichen nicht näher.
MEPHISTOPHELES. Mein guter Herr, Ihr seht die Sachen, Wie man die
Sachen eben sieht; Wir müssen das gescheiter machen, Eh uns des
Lebens Freude flieht. Was Henker! freilich Händ und Füße Und Kopf
und Hintern, die sind dein; Doch alles, was ich frisch genieße,
Ist das drum weniger mein? Wenn ich sechs Hengste zahlen kann,
Sind ihre Kräfte nicht die meine? Ich renne zu und bin ein
rechter Mann, Als hätt ich vierundzwanzig Beine. Drum frisch! Laß
alles Sinnen sein, Und grad mit in die Welt hinein! Ich sag es
dir: ein Kerl, der spekuliert, Ist wie ein Tier, auf dürrer Heide
Von einem bösen Geist im Kreis herum geführt, Und rings umher
liegt schöne grüne Weide.
FAUST. Wie fangen wir das an?
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