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Autor: Johann Wolfgang von Goethe

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FAUST. Was sucht ihr, mächtig und gelind, Ihr Himmelstöne, mich
am Staube? Klingt dort umher, wo weiche Menschen sind. Die
Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube; Das Wunder
ist des Glaubens liebstes Kind. Zu jenen Sphären wag ich nicht zu
streben, Woher die holde Nachricht tönt; Und doch, an diesen
Klang von Jugend auf gewöhnt, Ruft er auch jetzt zurück mich in
das Leben. Sonst stürzte sich der Himmelsliebe Kuß Auf mich herab
in ernster Sabbatstille; Da klang so ahnungsvoll des Glockentones
Fülle, Und ein Gebet war brünstiger Genuß; Ein unbegreiflich
holdes Sehnen Trieb mich, durch Wald und Wiesen hinzugehn, Und
unter tausend heißen Tränen Fühlt ich mir eine Welt entstehn.
Dies Lied verkündete der Jugend muntre Spiele, Der Frühlingsfeier
freies Glück; Erinnrung hält mich nun, mit kindlichem Gefühle,
Vom letzten, ernsten Schritt zurück. O tönet fort, ihr süßen
Himmelslieder! Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!

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