Diller

Klavye

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Yazar: Franz Kafka

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Oft lag er dort die ganzen langen Nächte über, schlief keinen
Augenblick und scharrte nur stundenlang auf dem Leder. Oder er
scheute nicht die große Mühe, einen Sessel zum Fenster zu
schieben, dann die Fensterbrüstung hinaufzukriechen und, in den
Sessel gestemmt, sich ans Fenster zu lehnen, offenbar nur in
irgendeiner Erinnerung an das Befreiende, das früher für ihn
darin gelegen war, aus dem Fenster zu schauen. Denn tatsächlich
sah er von Tag zu Tag die auch nur ein wenig entfernten Dinge
immer undeutlicher; das gegenüberliegende Krankenhaus, dessen nur
allzu häufigen Anblick er früher verflucht hatte, bekam er
überhaupt nicht mehr zu Gesicht, und wenn er nicht genau gewußt
hätte, daß er in der stillen, aber völlig städtischen
Charlottenstraße wohnte, hätte er glauben können, von seinem
Fenster aus in eine Einöde zu schauen in welcher der graue Himmel
und die graue Erde ununterscheidbar sich vereinigten.

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